Leitbild

Unser Leitbild wird aktuell überarbeitet und in neuer Fassung so bald wie möglich hier veröffentlicht.

Unser Leitbild von 2003

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Alle am Schulleben Beteiligten sorgen dafür, dass die Voraussetzungen und Grundlagen für produktives Arbeiten gegeben sind.

Alle am Schulleben Beteiligten tragen die Verantwortung dafür, eine gute Arbeitsatmosphäre zu schaffen und Störungen zu vermeiden. Darüber sollte ein Austausch zwischen ihnen stattfinden, damit vorhandene Erfahrungen genutzt und neue gemacht werden können.

  • Die Lehrer planen, organisieren und koordinieren zunehmend ihren Unterricht im Rahmen von Fachkonferenzen. Wo es sinnvoll erscheint, beteiligen sich daran auch die sozialpädagogischen Fachkräfte.
  • Lehrkräfte und Sozialpädagogen tauschen untereinander und innerhalb ihrer Gruppen ihre Ideen aus, organisieren Projekte und klassenübergreifende Veranstaltungen.
  • Die Ergebnisse und Beschlüsse der Fachkonferenzen werden festgehalten und allen zugänglich gemacht.
  • Sie richten Sammlungen zu den Fachbereichen ein, archivieren bestehende Sammlungen, aktualisieren sie kontinuierlich und verpflichten sich, sie vollständig und in Ordnung zu halten.
  • Die Pädagogen informieren die Eltern frühzeitig und regelmäßig über Störungen, die das gemeinsame und individuelle Arbeiten behindern (z.B. Unpünktlichkeit, unvollständige Arbeitsmaterialien, nicht angefertigte Hausaufgaben, Übermüdung, Krankheit, kein Frühstück) und bieten Unterstützung an.
  • Schüler werden nach Möglichkeit in die Unterrichtsplanung mit einbezogen.
  • Im Unterrichtsalltag und im Schulleben werden partizipative Methoden angewandt und Verständnis für demokratische Strukturen sowie Akzeptanz von demokratischen Prozessen und einer Verantwortungskultur angebahnt.
  • Absprachen und Klassenregeln werden in den Klassen gemeinsam erarbeitet und sind bindend.
  • Die Lehrer legen regelmäßig ihre Unterrichtsinhalte, -methoden und –ziele offen und zeigen sich diskussionsbereit.
  • Es wird die Möglichkeit der Supervision als Unterstützung für Lehrer/innen und Erzieher/innen geschaffen.

 

Wir schaffen die Voraussetzungen für eine erfolgreiche gemeinsame Erziehung von Schülern mit und ohne Behinderung an der gesamten Schule.

Die gemeinsame Erziehung behinderter und nicht behinderter Schüler hat in der täglichen Arbeit einen hohen Stellenwert. Es wird permanent daran gearbeitet, damit jeder lernt, den anderen zu achten und von der Andersartigkeit anderer zu profitieren.

  • Bereits vor Schuleintritt findet ein Austausch zwischen Schularzt, Eltern und vorschulischen Einrichtungen statt, um eine frühzeitige Erfassung und spätere Beschulung und Betreuung (im Ganztagsbetrieb der Schule oder in einem qualifizierten Schülerladen des Verbunds) von Kindern mit Entwicklungsverzögerungen und/oder Behinderungen zu prüfen bzw. zu gewährleisten. Die Prüfung muss auch nach SGB VIII erfolgen, um einen erhöhten Förderbedarf auch für den betreuenden Bereich geltend machen zu können.
  • Kinder, die bereits zum Zeitpunkt der Einschulung sonderpädagogischen Förderbedarf haben, werden in zwei dafür vorgesehene SAPH-Gruppen eingeschult. In diesen Klassen arbeiten Lehrer, Sonderpädagogen, Sozialpädagogen und Schulhelfer in enger Kooperation.
  • Die sonderpädagogische Förderung findet -je nach Lerninhalt -innerhalb und außerhalb des Klassenverbandes statt.
  • Die Sonderpädagogen sehen Diagnostik und Beratung der Lehrer/innen und Erzieher/innen als einen wesentlichen Bestandteil ihrer Arbeit. Hierfür werden ihnen feste Zeiten eingeräumt.
  • Das Beratungskonzept sensibilisiert das Kollegium frühzeitig, Lern-und Entwicklungsrückstände bei den Kindern zu erkennen und darauf entsprechend zu reagieren.
  • Ein wesentlicher Bestandteil unseres Förderkonzeptes ist neben der innerschulischen Förderung die regelmäßige Elternberatung. Hier werden Möglichkeiten der außerschulischen Hilfen und Förderangebote erörtert und angeregt.
  • In regelmäßigen Abständen finden Evaluationen der sonderpädagogischen Förderung statt.
  • Die Schule ist am ETEP-Programm des Berliner Senates beteiligt. Entwicklungspädagogische Arbeit an unserer Schule findet sowohl im Klassenverband als auch in speziellen Fördergruppen statt.
  • An unserer Schule werden klassenübergreifende Angebote für Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf (Englisch, therapeutisches Schwimmen,

 

Lebenspraktischer Unterricht,…) durchgeführt.

• Die Fachkonferenz „Sonderpädagogik“ hat das Ziel, durch die Bearbeitung

unterschiedlich Themenschwerpunkte schulintern fortzubilden und sich dadurch beständig zu professionalisieren sowie neue Erkenntnisse der regionalen Fortbildungen zu multiplizieren. Die sozialpädagogischen Mitarbeiter/innen sind, sofern sie in die integrative Arbeit involviert sind, in diesen Prozess mit eingebunden.

 

In einer Konfliktsituation nehmen Lehrer/innen,Erzieher/innen, Eltern und Schüler den anderen ernst, suchen gemeinsame Lösungen und geben sich gegenseitig Hilfe.

Konflikte gibt es immer und sie gehören zum demokratischen Leben. Interessant ist es für Schüler, Lehrer/innen, Erzieher/innen und Eltern, wie diese Konflikte gelöst werden. In der Reinhardswald-Grundschule steht die gewaltfreie Schulkultur an erster Stelle. Damit meinen wir, dass das Gespräch zwischen den Konfliktpartnern die Grundlage für die Konfliktlösung bilden muss. Alle Konfliktpartner werden gleichwertig behandelt. Bei schwierigen Problemfällen sollten Mediatoren eine Vermittlung übernehmen.

Die Schüler selbst sind die Akteure bei der Lösung ihrer Konflikte.

  • Konfliktlotsen schaffen mit Hilfe der Mediation einen Rahmen, in dem Schüler Lösungen für ihren Streit finden. Dabei hören sie genau zu und sind unparteiisch. Sie sind täglich auf dem Schulhof anzutreffen und können von jedem angesprochen werden. Von speziell dafür ausgebildeten Lehrern werden sie auf ihre Arbeit vorbereitet und in der laufenden Arbeit beraten.
  • Im Klassenrat helfen Schüler ihren Mitschülern, Probleme und Konflikte zu lösen, die in ihrer Klasse auftreten. In der Regel werden sie dabei von einem Lehrer unterstützt.
  • Klassensprecher vertreten bei Problemen, die die ganze Schule betreffen, die Meinung ihrer Klasse im Rat der Klassensprecher. Vertrauenslehrer geben den Rahmen für diese Diskussionsrunde.
  • Bei Konflikten zwischen Lehrern und Schülern können Vertrauenslehrer angesprochen werden, falls diese nicht im Gespräch zwischen den Konfliktpartnern gelöst werden können.

 

Pädagogen suchen neue Konfliktlösungsmodelle.

• Lehrer/innen und Sozialpädagog/inn/en suchen sich Unterstützung bei der Erarbeitung von Konfliktlösungsmodellen im Austausch mit Kollegen, im Team, in der Supervision, in Fortbildungen oder in speziellen Ausbildungen (Mediation, gewaltfreie Kommunikation, etc.) In Gremien und Konferenzen werden für sinnvoll erachtete Lösungsmodelle diskutiert und bewertet. Wichtig ist ein gemeinsamer Wertekanon, den das gesamte Kollegium mitträgt.

  • Die Pädagogen unserer Schule betrachten den gewaltfreien Umgang als wichtigen Bestandteil der erzieherischen Arbeit und integrieren ihn in ihren Unterricht beispielsweise durch Wahrnehmungsübungen, Rollenspiele, Theateraufführungen, gemeinsame Aktivitäten, etc.

 

Lehrer und Eltern lösen Konflikte konstruktiv.

• Leider gab es in den letzten Jahren immer öfter unauflösbar scheinende Konflikte zwischen Eltern und Lehrern. Wir sehen es als sehr wichtig an, diese Konflikte im Sinne der Arbeit mit den Kindern partnerschaftlich zu lösen. Wir wünschen uns, dass Eltern Probleme zunächst mit den betroffenen Pädagogen besprechen. Gibt es keine Lösung, sollte ein Elternvertreter, ein Mediationslehrer oder ein Mitglied der Schulleitung mit ins Gespräch einbezogen werden.

 

Wir fördern und unterstützen die Schüler beim selbstständigen Lernen und fordern ihnen ihren individuell höchstmöglichen Lernzuwachs ab.

Wir sehen unsere Schule als Ort des Lernens und Lebens. Wir beziehen die Lebensumwelt unserer Schüler ein und thematisieren sie. Wir holen sie da ab, wo sie individuell stehen. Wir erweitern unsere Arbeitspläne um Angebote, die geeignet sind, den Kindern eine breite Sicht auf die Vielschichtigkeit des Lebens zu bieten.

  • Wir Pädagogen sind interessiert am Lernfortschritt eines jeden einzelnen Schülers.
  • Wir kennen den Lernstand, die Interessen und die Arbeitsweise der Schüler und bieten neue Themen und Arbeitstechniken an.
  • Wir sorgen für eine anregende Raumgestaltung, Möglichkeiten der Konfliktbearbeitung und eine angenehme Arbeitsatmosphäre.
  • Wir informieren uns über neue Entwicklungen auf dem Medienmarkt, in der Schulpädagogik und Fachdidaktik, bilden uns praktisch fort und wirken als Multiplikatoren im Kollegium.

 

Wir fördern die Leistungsbereitschaft unserer Schüler durch…

… differenzierte Angebote, z.B. in Tagesplan-, Wochenplan-oder Freiarbeit, Projektarbeit und experimentellem Lernen,

… Bewusstmachung des Lernprozesses und Selbsteinschätzung der eigenen Leistung: Wie lerne ich? Was habe ich schon gelernt?

… Freude an Erfolgen: Feste, Projekte, Präsentationen vor Mitschülern der eigenen und anderer Klassen, vor Eltern, durch besondere Hefte (Portfolios), Urkunden, Teilnahme an Wettbewerben…

 

Wir vereinbaren auf der Grundlage allgemeingültiger Werte gemeinsame Erziehungsziele und Regeln.

Wir erkennen an, dass wir über die Wissensvermittlung, die fürsorgliche Betreuung und eine sekundäre (-inzwischen oft primäre!-) Sozialisationsaufgabe hinaus einen Auftrag zur Erziehung der uns anvertrauten Kinder im Sinne der Vorgaben und Werte unseres Grundgesetzes haben und arbeiten alle aktiv daran, unseren Schülerinnen und Schülern durch Vermittlung dieser Werte sowie gemeinschaftsdienlicher Normen einen Weg in ein gutes Leben zu ebnen. Wir sehen darin eine alltägliche, übergeordnete Aufgabe für uns alle!

  • Wir legen Wert auf Pünktlichkeit, Höflichkeit, soziale Verlässlichkeit und gemeinschaftsdienliche Umgangsformen.
  • Wir fördern Toleranzbereitschaft und fordern diese ein, wo andere Individuen durch deren Missachtung in ihrer psychischen und physischen Unversehrtheit sowie im Wahren ihres Besitzstandes bedroht sind. Intoleranz verdient aber unsere Toleranz nicht!
  • Wir wenden uns entschieden gegen alle Tendenzen der Ausgrenzung, des Rassismus und der Herabsetzung einzelner Individuen oder Gruppen; wir achten auch im Alltag die Menschenrechte.
  • Wir vermitteln den Kindern ein angemessenes Selbstwertgefühl, eine Wertschätzung der eigenen Persönlichkeit und Achtung und Respekt allen anderen Mitmenschen gegenüber. Wir vermitteln, dass jeder Mensch nur sich selbst gehört und dass sich kein anderer seiner bemächtigen darf!
  • Wir vermitteln den Kindern, dass das Zusammenleben demokratischen Prinzipien zu folgen hat, der Rücksichtnahme unterworfen ist und dass dazu die Vereinbarung und Einhaltung von Regeln erforderlich ist.
  • Solidarität und Hilfsbereitschaft Schwächeren gegenüber sind Aufgaben für alle und nicht delegierbar!
  • Wir vermitteln den Kindern, dass individuelle Ansprüche und Rechte mit anderen individuellen Ansprüchen und Rechten kollidieren und oftmals nicht ohne Kompromisse und ohne Abstimmung von Interessen in Einklang zu bringen sind und üben mit ihnen den Interessensausgleich.

 

• Wir vermitteln all dies, indem wir den Kindern in allem Vorbilder sind!

 

Alle Mitglieder des Kollegiums arbeiten ressourcenorientiert zusammen.

  • Wir streben an, Bildung, Betreuung und Erziehung eng aufeinander abzustimmen.
  • Wir sehen die unterschiedlichen Kompetenzen, Erfahrungen und Fähigkeiten aller Mitarbeiter/innen als Bereicherung an.
  • Alle Mitarbeiter/innen streben unbenommen von ihrer persönlichen Qualifikation und individuellen Aufgabe eine partnerschaftliche Zusammenarbeit an.